Freitag, 6. November 2015

6.11.15 - Kruger Nationalpark

6.11.15

Die letzte Woche verging einfach wie im Fluge. Die letzten beiden Tage waren wir im Krüger Nationalpark und das war dann auch die letzte Nacht im Zelt. Da war ich fast schon etwas wehmütig.

tent mate Alex :)




Abends haben wir einen Night Drive gemacht und das war fast einer der spannendsten fand ich. Da sind Flusspferde über die Straße gelaufen, Krokodile waren am Schwimmen und ein Fischschwarm ist vor ihnen aus dem Wasser gesprungen um zu fliehen. Dann haben wir Springhasen und zwei verschiedene nachtaktive Katzenarten gesehen, deren Namen ich dummerweise gerade nicht weiß. Fand ich echt interessant, Elefanten und Co haben wir jetzt nämlich schon echt oft gesehen :P


Der Game Drive am nächsten Tag war auch wieder etwas unspektakulär. Das spannendste war eine Löwin, leider keine neuen Tiere.


 Im Nachhinein würde ich sagen, Etosha hat mir besser gefallen, wo man abends so lange am Wasserloch sitzen konnte. Da war die Atmosphäre einfach so besonders.

Von gestern auf heute haben wir wieder draußen schlafen können, der Sternehimmel ist echt genial, ich habe noch nie in meinem Leben so viele Sternschnuppen gesehen! Leider war es wieder eiskalt, ich hatte praktisch bis zur Unbeweglichkeit alles an, was ich habe und habe so nur ein bisschen gefroren. Und natürlich habe ich das Mückenspray vergessen und bin mit drei Stichen im Gesicht aufgewacht. Aber insgesamt hatte ich so gut wie keine Stiche, anscheinend mögen Mücken mich nicht.

Heute Morgen haben wir eine Schule besucht, die von G Adventures unterstützt wird, aber ich muss zugeben, ich habe mich wieder etwas fehl am Platz gefühlt. Durch unsere Reise spenden wir automatisch etwas an Planeterra, die sich für diese Schule einsetzt, deshalb war das Teil des Programms.

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Johannesburg, 600km to go. Heute Abend gibt es ein gemeinsames Abendessen im Restaurant und morgen gehen wir alle getrennte Wege. Unglaublich, mit 9 von den anderen war ich jetzt einen Monat lang Tag und Nacht zusammen, das wird schon komisch.

Mal sehen, wie Madagascar dagegen ankommt! Mein Flug geht Samstag um 10!

2.11.15 - Viktoria Fälle

2.11.15

Simbabwe hat mir kein Glück gebracht, ich habe es geschafft krank zu werden aus heiterem Himmel. Das heißt jetzt sitze ich hier alleine im Camp während alle anderen das Highlight der Woche haben: einen Rhino Walk.

Aber wäre wohl unklug gewesen mitzufahren und dann drei Stunden bei 40°C durch die Gegend zu laufen.

Bei den Viktoria Fällen ging es mir zum Glück noch gut, die waren auch ziemlich beeindruckend. War auch krass, den Devils Pool mal von der anderen Seite zu sehen! O.0 da war ich drin? Insgesamt waren wir nur sehr kurz da. Hat für einen strammen Marsch einmal an der Kante entlang gereicht und dann mussten wir auch schon weiter. Hat aber eigentlich auch gereicht, um das mal auf sich wirken zu lassen. Man musste sich immer in Erinnerung rufen, dass das gerade praktisch noch die Trockenzeit ist, wenn die Fälle so richtig voll sind, kann man kaum mehr was sehen vor lauter Wassernebel!


Man achte auf die klitzekleinen Leute oben rechts. Das ist der Pool :D


30.10. Chobe Nationalpark & Sambia

30.10.15

Sowohl der Boat Cruise als auch der Drive waren sehr gut. Auf dem Boot glitt man so sanft neben Flusspferden, Krokodilen, Giraffen, Elefanten, Büffeln, Elefanten und Affen vorbei, total schön.





Der Game Drive hieß um 4:45 aufstehen und es ist echt verrückt, wie leicht mir das hier fällt.
Zunächst waren wir nicht so begeistert vom Guide. Seine Info bestand nämlich größtenteils aus: eine Babygiraffe! Elefanten! Ach was. Aber nach einiger Zeit dann endlich worauf wir alle gehofft hatten: ein Leopard! Im Baum! Und für uns ist er sogar aufgewacht und hat sich umgeguckt :D




Und schwupps sind wir auch schon in Sambia in Livingston. Das geht so schnell hier! Der Grenzübergang war per Boot und mit langem Warten, aber das Tolle ist ja, dass sich unsere Tour Guides um alles kümmern und wir tatsächlich bloß warten müssen.

Sambia ist der letzte Stop für den Großteil unserer Gruppe. Von uns machen bloß 8 die komplette Tour nach Johannesburg. Das heißt morgen kriegen wir 13 neue Leute für die letzte Woche  o.0
Hier im Victoria Falls Waterfront Camp bleiben wir 3 Nächte und das heißt viiel freie Zeit und Schwimmen im Pool. Leider muss man für das Internet bezahlen, aber sonst ist es sehr schön hier.

Heute Morgen hatte ich meine gebuchte Aktivität: den Devils Pool! Und boah war das genial! Super teuer (95$) und ich hatte vorher echt Schiss vor der Höhe, aber es hat sich gelohnt. Der Devils Pool ist ein natürlicher Pool direkt oben an den Victoria Fällen, vom dem aus man nach unten gucken praktisch direkt in den Wasserfall. Man hängt also mit dem Kopf über dem Wasserfall :D. und wegen des ganzen Wassernebels sieht man gar nicht wie hoch es ist und gleichzeitig gibt es einen klasse Regenbogen.

Nachdem von allen Fotos gemacht wurde gab es noch ein klasse Frühstück und dann ging es zurück. War schon gut :D
Sonntag geht unsere Tour weiter nach Simbabwe!

Freitag, 30. Oktober 2015

27.10. Botswana! Okavango Delta

27.10.15

In der Zwischenzeit haben wir drei Leute in Namibias Hauptstadt Windhoek “ausgesetzt” und dafür 5 neue bekommen. Der Tag selbst in Windhoek war bis auf das mehr oder weniger funktionierende Internet nicht so klasse. Lange gefahren, dann erfahren, dass ich fürs Referendariat nicht in Hannover bleiben kann (buhuhu) und dann im Restaurant 2 Stunden aufs Essen gewartet und die erste Gruppe war schon lange fertig als die letzte ihr Essen noch nicht hatte. Und dann hat es nicht mal geschmeckt. Aber naja, das Bett war ein echtes Bett, wir hatten ein Klimaanlage und alles war ausnahmsweise mal nicht staubig (bis auf uns unsere Taschen). :D

Am nächsten Tag haben wir dann die Grenze nach Botswana überquert. Zu Fuß ist das ja immer eine spannende Sache. Ein Form ausfüllen und ins erste Gebäude zum Ausreisen, dann nächstes Form ausfüllen und ins nächste Gebäude zum Einreisen. Und immer auf die Gnade der Beamten hoffen, sonst kann die Reise aus welchem Grund auch immer schnell vorbei sein.

Der Versuch, an Geld zu kommen, war genauso spannend: 2 Geldautomaten defekt, 1 ohne Geld und einer ohne Strom. Also alle ab in den nächsten Ort, wo immerhin einer funktioniert hat. Das hat schon etwas an den Nerven gezerrt!

Gestern Nacht haben wir im bisher aufregendsten Camp übernachtet: wirklich mitten im Nichts, mitten im Okavango Delta. Dort sind wir per Makoro hingefahren worden, super entspannend und total idyllisch, mit Elefanten und Antilopen auf den Wiesen daneben.


Das “Camp” war dann eigentlich bloß eine Lichtung, wo wir unsere Zelte wortwörtlich inmitten von Elephant Dung aufgeschlagen haben. Das Klo war ein Loch im Boden, besetzt war es, wenn der Spaten und das Klopapier weg waren, und die Dusche war der Okavango. Und es war großartig!





Am Nachmittag sind wir in kleinen Gruppen zu einem Walk aufgebrochen auf der Suche nach Tieren und wir hatten echt Glück, haben nämlich den erfahrensten Guide erwischt und richtig viel gesehen: Elefanten beim Baden, eine Gnu- und Giraffen Herde, Paviane, Büffel (wobei wir da eher Schiss hatten, die kamen nämlich auf uns zu gesprintet, auf der Fluch vor einer anderen Gruppe), riesige Knochen und einen tollen Sonnenuntergang.



Nach dem Essen hat die Gruppe der Guides uns was vorgesungen und getanzt und dann mussten wir. Wir haben Bohemian Rhapsody zum besten gegeben und Bruder Jakob als Kanon :D
Morgens ging's dann mit den Makoros zurück und der Delta Flug stand an.

Nach einer Verarsche und plötzlichem Preisanstieg um 20 Dollar haben wir dann in Grüppchen kleine Cessnas bestiegen und haben uns sehr wackelig und durch viele Luftlöchern 150m in die Luft begeben.




 Der Ausblick war genial, da realisiert man erst mal, wo man hier ist! Was für Weiten das sind! Und wie viele Elefanten da rumlaufen :D

Wir haben wirklich viele Tiere von oben gesehen, klein wie Spielzeug, auch Flusspferde, Büffel, Giraffen, Zebras usw. Da hat es sich auch gelohnt, dass uns ausnahmslos allen wirklich schlecht wurde gegen Ende und ich habe eigentlich sonst keine Probleme mit so was. Ich hatte wieder Glück mit der Gruppe, in einer anderen hat einer durchgehend gekotzt und in der nächsten hat sich die Tür etwas geöffnet während des Flugs o.0

Jetzt geht's zum Chobe Nationalpark, wo wir einen Sunset Cruise und einen Game Drive machen werden, wobei game hier für die Tiere steht, nicht für Spiele ;).
Interessant ist immer, wenn wir aufeinmal mitten auf der Straße anhalten und es eine Disease Checkpoint gibt. Dann müssen alle ein extra paar Schuhe in die Hand nehmen, zack zack aus dem Truck steigen und damit durch einen desinfizierendes Bad laufen, bzw. Der Truck muss fahren. Das soll dann Maul- und Klauenseuche verhindern, wirkt aber ziemlich albern :D

Und ein Fun-Fact zum Schluss: Der höchste Punkt in Botswana sind die Termitenhügel :D

Freitag, 23. Oktober 2015

22.10. Etosha Nationalpark

22.10.

Ohje, ist das heiß. In Twyfelfontaine hätten wir eine stone engravings tour machen können, die meisten haben sich allerdings dafür entschieden in dem Pool zu bleiben, den wir von einer Luxus-Lodge nutzen durften, wenn wir im Gegensatz dort ein Getränk kaufen :P Die Guides haben uns auch anvertraut, dass es spannendere Dinge zu tun gibt als die Tour und dass wir noch viele Steinmalereien/Schnitzereien sehen werden auf dem Weg nach Johannesburg.

Gestern sind wir in sengender Hitze im Etosha Nationalpark angekommen und sind nach dem Zelteaufbau wieder direkt in den Pool.
Allerdings haben wir uns dort doch relativ schnell losgeeist, in dem Camp gibt es nämlich ein riesiges Wasserloch zu dem die Tiere abwechselnd kommen.

Das ist schon eine verrückte Atmosphäre, alle sind ganz leise und am Flüstern und ca. 50m entfernt stehen, baden und trinken Elefanten, Giraffen, Nashörner, Zebras, Antilopen etc. Das Tolle ist, dass das Wasserloch abends beleuchtet ist und man auch nach Sonnenuntergang zugucken kann. Am interessantesten fand ich, wie langsam sich die Tiere bewegen. Überhaupt keine Eile, ganz in Ruhe, fast slow motion. Teils sieht das echt aus wie ein Foto, wie die mitten im Schritt anhalten.
Wir haben auf Löwen gehofft, aber leider keine gesehen.






Dafür hatten wir dabei auf unserem Game Drive mehr Glück! Giraffen, Zebras, Antilopen, Elefanten, eine Hyäne, Schakale und zum Schluss dann Löwen! Einfach am Schlafen unter einem Baum.




Die Geparden, von denen uns ein anderer erzählt hatte, waren leider nicht mehr da. Aber naja, ich habe ja noch 2 Wochen vor mir. (á propos, wo sind die letzten 2 Wochen hin?)

20.10. Swakopmund

20.10.
Swakopmund liegt jetzt hinter uns und war für mich relativ unereignisreich. Die Aktivität, die mir zugesagt hätte wurde abgesagt umd alles andere war irgendwie nichts für mich, bin ja eher nicht so der Adrenalin Junkie :D
Ein Teil der Gruppe hat zum Beispiel Skydiving gemacht. Ich hab mir einen gemütlichen Tag in der Stadt und im Hostel gemacht, denn die Stadt an sich war ein sehr verschlafenes Nest, wo witzigerweise die Hälfte aller Beschriftungen deutsch war, noch beeinflusst durch die Kolonialzeit.



Gestern Morgen haben wir eine Townshiptour gemacht. Townships sind die Bereiche, in die die schwarze Bevölkerung während der Apartheid gedrängt wurde, alles sehr ärmlich, meist kein Wasser und Stromanschluss im Haus. Der Bereich war hier gefühlt dreimal so groß wie Swakopmund selbst.




Die Tour war interessant aber ich zumindest kam mir häufig recht blöd vor da bei den Leuten in die Schule oder den Kindergarten zu stapfen und mir was vorsingen zu lassen von einem Chor. Außerdem haben wir einen wirklich ekelhaften Wurm gegessen umd uns verschiedene Heilkräuter und die Klicksprache grob erklären lassen. Das könnte ich ja niemals sprechen!

Hinther gings weiter zum nächsten Camp im Nichts, ohne Wasser umd Strom. Und es war das erste Mal wirklich warm! Und zwar auch abends und nachts, das war richtig schön. Vor allem auch weil wir wieder draußen geschlafen haben :)
Jetzt gehts gerade nach Twyfelfontaine und alle sind zur Abwechslung mal am Schwitzen  :P

Und weil ein Urlaub ohne Probleme langweilig wäre, hat meine SD Card beschlossen nicht mehr lesbar zu sein. Also im nächsten Ort hoffentlich eine neue kaufen und hoffen, dass ich die Fotos noch runter kriege, wenn ich schon keine mehr machen darf.

Samstag, 17. Oktober 2015

17.10. Dune 45, Deadvlei, Bushman Camp

17.10.

Und immer noch ist zwischen den einzelnen Camps Nichts, “bloß” die Dinge, die wir uns hier ansehen. Das ist echt faszinierend. Stunde um Stunde sieht man bloß "Nichts".

Gestern war aufstehen um 4:45 angesagt; um 5:20 mussten alle im Truck sitzen, Rucksäcke gepackt., Zelte abgebaut. Wir sind zur Dune 45 gefahren (45km weit weg, 45.Düne.) Dort sind wir so schnell wie möglich hochgestapft (boah war das anstrengend!) und haben uns den Sonnenaufgang angesehen, das war echt ziemlich genial!







Runter gings dann mit großen Sprüngen und man hat sich gefühlt wie schwerelos. (Die halbe Düne war natürlich hinterher im Schuh).



Frühstück vorm Truck

Unten hat das Frühstück auf uns gewartet und dann ging es auch schon weiter zum nächsten, zum Deadvlei. Dort sind fast versteinerte Bäume inmitten der Dünen, weil es dort so trocken ist, dass sie nicht zersetzt werden. Das war auch ein verrückter Anblick!



Nach noch mehr Sand in den Schuhen ging es dann zum Bushman Camp und das war bisher das schlichteste. Abgelegen waren sie ja bisher alle irgendwie.


Dort konnten wir abends an einem Bushman Walk teilnehmen, wo uns Frans alles Mögliche wahnsinnig Interessantes über die Wüste erzählt hat. Zum Beispiel, dass zu viel Regen ihr schadet , dass es Blumen gibt, die nach den ersten Tropfen sofort öffnen und ihre Samen fallen lassen, da konnte man zugucken. Er hat Spinnennetze unter der Erde ausgebuddelt, wo wir nie etwas vermutet hätten und konnte alle Tierspuren erkennen. Das war echt zum Staunen, das kann ich gar nicht alles hier aufschreiben.

Also wir haben da überhaupt nichts gesehen

Das war ein Teil eines unterirdischen Spinnennetzes

Und die kam da rausgesprungen o.0
Und Hartmann-Bergzebras waren aufeinmal da, mitten in den Bergen! Die sind ja echt gut getarnt, man hat sie kaum gesehen auf die Entfernung.


Und nachts war’s dann noch dreimal so spannend: wir haben doch tatsächlich 50m von einem Wasserloch geschlafen! Draußen! Auf unseren Matratzen, in unserem Schlafsack unterm Sternenhimmel, alle schön nebeneinander aufgereiht :D Und die Schnarcher waren an diesem Tag beliebt, das hält nämlich Schlangen und Skorpione ab :D Aber ich habe so derbe gefroren, man glaubt echt nicht wie kalt es wird. Aber es war schon wirklich unglaublich, unter so einem Sternenhimmel und direkt mit den Tieren bei sich, wie sie schnauben usw. Krass.